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Neue Wege gehen – den Wandel gestalten

Neue Wege gehen – den Wandel gestalten
Neue Wege gehen – den Wandel gestalten

Neue Wege gehen und neue Ideen entwickeln - fernab ausgetretener Pfade. Das ist ein Ziel des Bistumsprojekts "Demografieentwicklung im Bistum Limburg - Wandel gestalten". Um den Ist-Zustand zu erheben und Gestaltungsmöglichkeiten zu erörtern, haben Generalvikar Wolfgang Rösch und Dezernentin Dr. Beate Gilles zu einem Fachtag am Donnerstag, 23. März, ins Priesterseminar in Limburg eingeladen.

Vertreter der Bistumsleitung diskutierten mit Professor Dr. Christoph Strünck und Anja Gieseking von der Forschungsgesellschaft Gerontologie der TU Dortmund (FfG) Schwerpunkte und Ziele des Projekts. Dabei lobte Strünck zu Beginn die Einstellung des Bistums: "Sie sind das erste Bistum, dass dezidiert den Anspruch hat, im Bereich Demografiewandel vorzugehen." Aufbauend auf den Fachtag soll es im Mai einen Workshop für Vertreter von Pfarreien, von Caritas und von Verbänden geben.

Umgang mit Herausforderungen erarbeiten

Das im August 2016 mit Larissa Rathmer gestartete Projekt lotet derzeit relevante Themenfelder des demografischen Wandels im Bistum Limburg aus. Wissenschaftlich begleitet von der Forschungsgesellschaft Gerontologie der TU Dortmund (FfG) will das auf drei Jahre angelegte Projekt aber nicht nur den Ist-Zustand erheben, sondern vor allem Handlungsstrategien für den Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels speziell für das Bistum Limburg erarbeiten. Initiator des Projekts ist Generalvikar Wolfgang Rösch. Die FfG hat bereits einige Kommunen wissenschaftlich begleitet, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.

Dabei bedeute, so Larissa Rathmer, demografischer Wandel nicht nur "mehr Ältere", sondern auch "weniger Jüngere". "Unterjüngung", so das Fachwort, sei ebenfalls eine Herausforderung in der Pastoral und müsse genauso mitbedacht werden, erklärt die Projektreferentin, die bereits seit 2011 als Jugendbildungsreferentin für die Diözese arbeitet. An der TU Dortmund studiert Rathmer derzeit berufsbegleitend den Masterstudiengang "Alternde Gesellschaften". Dieser Studiengang beschäftigt sich mit den individuellen, institutionellen und gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt.

Chancen des gesellschaftlichen Wandels sehen

"Aber es sind nicht nur die Probleme, es sind vor allem auch Chancen des gesellschaftlichen Wandels, die wir erarbeiten und sichtbar machen wollen. Da ist auch Phantasie gefragt", ergänzt Anneliese Wohn, an deren Referat "3./4. Lebensalter" die Projektstelle angedockt ist. "Der gesellschaftliche Wandel beschäftigt uns alle schon lange, wichtig ist aber, dass wir jetzt das Bewusstsein für diesen Wandel ins ganze Bistum bringen. Dieser Wandel betrifft alle: die Pfarreien, die Einrichtungen und die Verwaltung des Bistums. Das geht uns alle an", so Wohn. "Dabei geht es nicht um bloße Zahlen, es geht um die Frage, was der demografische Wandel für uns bedeutet und wie wir reagieren können. Wie können wir in Zukunft besser wahrnehmen, was beispielsweise ältere Menschen von der Kirche brauchen aber auch, was sie einbringen können und wollen. Dabei sollten wir neue Wege wagen."

Pfarreien sollen miteingebunden werden

Nach den ersten inhaltlichen Impulsen, dem Fachgespräch und dem Workshop, werde es im Sommer eine Befragung aller Pfarreien, auch der muttersprachlichen Gemeinden geben, erklärt Rathmer das weitere Vorgehen. Dann werde es auch konkret. "Von den Pfarreien erhoffen wir uns Informationen zu bereits bestehenden Angeboten, zu Wünschen, zu deren Blick auf den Wandel, aber auch Anregungen und Ideen für unsere Arbeit", so Rathmer. Rathmer und Wohn sind gespannt, welche Themen, über die bekannten hinaus, dabei deutlich werden. Dabei dürfe aber nicht übersehen werden, dass es bereits tolle Projekte für verschiedene Altersstufen oder auch generationenübergreifende Angebote wie Lesepaten- oder Lernbegleiter-Ausbildungen in den Pfarreien gebe. Im Herbst soll die Erhebung des Ist-Zustandes dann abgeschlossen sein. "Zum Abschluss des Projektes wünschen wir uns bereits jetzt, dass es selbstverständlich sein wird, mit dem "demografischen Blick" auf alle Felder unserer Arbeit zu schauen.

Informationen zum Projekt

Weitere Informationen zum Projekt "Demografieentwicklung im Bistum Limburg - Wandel gestalten" gibt es bei der Projektmitarbeiterin unter der Telefonnummer 06431 295-132 oder unter demografie@bistumlimburg.de. 

Auf der Internetseite des Referats 3./4. Lebensalter gibt es ebenfalls Informationen zum Projekt: www.lebensalter.bistumlimburg.de. (fl/fes)

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